Werke von Arno Holz

ul. Wojska Polskiego 11

Urz¹d Miasta Kêtrzyn

Werke von Arno Holz

 

Klinginsherz (1883)

Buch der Zeit. Lieder eines Modernê (1886)

Neue Gleise (1892)

Die Kunst. Ihr Wesen und ihre Gesetze (1892)

Socialaristokraten (1896)

Phantasus (1898/99)

Die Blechschmiede (1902)

Die Blechschmiede (1902)

Dafnis (1904)

Sonnenfinsternis (1908)

Ignorabimus (1913)

Kindheitsparadies (1924)

 

Zuzammen mit Johannesem Schlaffem:

Papa Hamlet (1889)

Famile Selicke (1890)

 

Zuzammen mit Oskarem Jerscke:

Traumulus (1905)

             Das Schaffen von Arno Holz war ein bewusster Widerstand gegen den bisherigen literarischen Geschmack. Dank Anwendung von neuen Formen und auch Inhalten, die seiner Literatur zugrunde lagen, war er als Revolutionär der Lyrik angesehen. In den Kunstkreisen hatte er sowohl leidenschaftliche Anhänger, als auch bittere Gegner. Erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde seine Position in der Kunstszene Berlins stabil.

Wenn es um seinen Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Literatur um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts geht, hinterließen seine Dichtung und Dramen sowie auch seine zu jener Zeit weit und breit diskutierten theoretischen Werke, in denen er eine neue Weise der literarischen Existenz begründete, eine feste Spur in der deutschen Kultur. Er war auch „ein konsequenter Naturalist“. Unter den Historikern und Forschern der Literatur von Arno Holz wird er als „Vater des Modernismus“ angesehen.

Sein Lebenswerk, wie man es heute betonen mag, blieb ein umfangreiches Poem „Phantasus“.

Die Arbeit an diesem Werk hat der Dichter am Anfang seines literarischen Schaffens. Das Werk unterlag dann mehreren Veränderungen, erhielt immer neue Form und wurde vom Dichter sein ganzes Leben lang fortgesetzt. Dieser Zyklus der Gedichte, die anfangs nur locker miteinander verbunden waren, entwickelte und bereicherte der Dichter im Laufe der Zeit. Die ersten Prämissen, die solche Art des Schaffens vorangesagt hatten, brachte schon „Das Buch der Zeit“ mit sich (1886). Über zehn Jahre später wurde der Gedichtband „Phantasus“ (1899), der eine weitere, aber nicht endgültige Version des polyfonischen Poems bildete.

           Ein lyrischer frühen Teil dieses Lebens war die Kindheit in Rastenburg. Aus dem „Phantasus“ kamen einzelne Gedichte in einen getrennten Band mit dem Titel „Das Kindheitsparadies“. Es ist ein lyrischer Reiseführer durch die Heimatstadt des Poeten. Seine Geburtsstadt sah der Dichter nicht nur aus der Sicht eines Kindes. Als Erwachsener besuchte Arno Holz dieses stille Städtchen mit roten Dächern, das er in der Kindheit so zauberhaft fand. Dort wünschte er sich sehnlich, noch einmal diesen wunderbaren Traum zu erleben, 30 Jahre „in diese Richtung“ zurückzugehen, wo er „am ganzen Leben, an all den männlichen Jahren vorbeigaloppierte“. Reich war Arno Holz nur an Träumen. Das ganze Leben lang kämpfte er gegen finanzielle Schwierigkeiten an. Am Lebensabend war er schon nahe daran, den größten Traum zu verwirklichen – den Nobelpreis zu erhalten. In den fünf nacheinander folgenden Jahren tauchte sein Name unter ernsthaft zu nehmenden Kandidaten zu diesem Preis auf. Im Jahre 1929 sprach alles dafür, dass seine Träume endlich erfüllt würden.

           Leider zeigten sich die Träume des Autors des „Phantasus“ vorzeitig. Arno Holz verstarb am 26. Oktober 1929, kurz vor der Bekanntgabe des Verdikts. Den Nobelpreis im Jahre 1929 erhielt Thomas Mann.

Geburtshaus von Arno Holz In Rastenburg